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Captain America: Civil War: Duell der Superhelden

Marvel's Captain America: Civil War Captain America/Steve Rogers (Chris Evans) Photo Credit: Zade Rosenthal © Marvel 2016

Was passiert, wenn die Welt der Marvel-Superhelden auseinanderbricht und Freunde zu Feinden werden? Captain America: Civil War liefert einen Einblick! Hier gibt’s unsere spoilerfreie trailerwatch-Kritik!

Freundschaft, Familie und Moralempfinden – es sind die Kernthemen des neuesten Marvel-Abenteuers Captain America: Civil War, zumindest wenn man die Werbung im Vorfeld des Films betrachtet. Ist man jedoch ehrlich, geht es um viel mehr: Der Film dreht sich um die zahlreichen Helden des Marvel Universums, die Beziehungen und Probleme die sie (auch untereinander) haben und darum, welche Rolle sie in der Welt einnehmen sollen.

Da hätten wir zum Beispiel Steve Rogers (Chris Evans), besser bekannt als Captain America. Eigentlich DAS Sinnbild des US-Patriotismus, muss dieser mit ansehen, wie seine politischen Überzeugungen Stück für Stück – oder in diesem Fall Film für Film – zusammenbrechen. Nicht weniger bedeutend für den Film ist der von Robert Downey Jr. gespielte Tony Stark, der bereits zum siebten Mal in seine Iron-Man-Rüstung schlüpft. Der exzentrische Milliardär, von Schuldgefühlen durch die zerstörerischen Ereignisse in Avengers: Age of Ultron getrieben, will sich fortan gesetzestreu zeigen.

Und genau um diese beiden gegensätzlichen Helden, entwickelt sich der Konflikt innerhalb der Superhelden-Truppe der Avengers. Weil diese nämlich bei ihren Rettungsaktionen auch immer wieder für den ein der anderen Kollateralschaden gut ist, will man sie unter die Kontrolle der UN-Versammlung stellen. Als sich Cap schließlich auch noch Gedanken um seine Freundschaft zu Jugendfreund Bucky Barnes, mittlerweile als Winter Soldier Public Enemy No. 1, machen muss, ist der Clinch innerhalb der Gruppe perfekt. Fortan heißt es nicht mehr Gut gegen Böse, sondern Team Cap gegen Team Iron Man.

Cap, Spidey und Co. liefern ein Superhelden-Feuerwerk

Und die Aufstellung ihrer Gruppen liefert ein echtes Superhelden-Feuerwerk: Ant-Man (Paul Rudd), Winter Soldier (Sebastian Stan), Hawkeye (Jeremy Renner), Falcon (Anthony Mackie), Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) und Sharon Carter (Emily VanCamp) auf der Seite des Captains gegen Black Widow (Scarlett Johansson), Vision (Paul Bettany), War Machine (Don Cheadle) und die neu in die Marvel-Welt eingeführten Black Panther (Chadwick Boseman) und Spider-Man, welche zusammen mit Iron Man in die Schlacht ziehen.

Vor allem letzterer polarisierte im Vorfeld die Fans. Die Fragen: Kann der gerade einmal 19-jährige Tom Holland die Rolle des Netzschwingers aus New York City meistern? Ja, er kann! Das liegt auch daran, weil er, genau wie Helden-Kollege Ant-Man, nicht so bierernst auftritt wie die restliche Helden-Gruppe. Zudem spielt er den fleischgewordene Fantraum der jugendlichen Quasselstrippe aus der Nachbarschaft, die man aus den Comics kennt.

Civil War – der besserer Avengers-Film?

Darüber hinaus liefert der Film zahlreiche Antworten auf Handlungsstränge, welche in den zurückliegenden zwölf Filmen des Marvel Film-Universums aufgebaut wurden. Dies ist jedoch Fluch und Segen zugleich. Während Fans und Kenner der Reihe über die verschiedenen beiläufig eingebrachten Handlungsstränge mehr als erfreut sein dürften, könnten einige Kinobesucher, die nicht so sattelfest in der Welt der Superhelden sind, an der ein oder anderen Stelle des Films etwas verwirrt werden.

Auch wenn der Film der Regie-Brüder Anthony und Joe Russo nicht in jeder Sekunde glänzen kann, liegt darin auch eine große Stärke: Helden, Anti-Helden, zahlreiche Handlungsstränge, ein exzellenter, wenn auch zu kurz kommender Daniel Brühl als Bösewicht Helmut Zemo und eigentlich ein besserer „Avengers“-Film – das alles bietet die Geschichte rund um den „Bürgerkrieg“ zwischen den beiden Superhelden-Parteien. Eigentlich zu viel für einen Film. Doch es gelingt alles in zweieinhalb Stunden zu verkaufen ohne ein „Too much“-Gefühl zu haben.

Captain America: Civil War läuft ab dem 28. April 2016 im Kino.

(Bildquelle: © Marvel 2016 / Walt Disney)

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