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Leben und Sterben im Marvel Cinematic Universe

Während in der Comic-Vorlage zum Civil War Titelheld Captain America das zeitliche segnet, bleibt in der Kino-Umsetzung alles FSK12. Überhaupt sterben im Marvel Cinematic Universe (MCU) selten wichtige Protagonisten. Wieso eigentlich?

SPOILERWARNUNG – Dieser Text enthält Informationen zum aktuellen Film Captain America: Civil War.

In einer Welt, in der es immer wieder zum Konflikt zwischen Helden und Superschurken kommt, wäre es eigentlich keine Überraschung, wenn irgendwann eine beliebte Figur das Zeitliche segnen müsste. Genau in dieser Form ist es in den Marvel-Comics zu sehen, welche wie mittlerweile auch der Letzte wissen dürfte, die Vorlage für die Geschichten rund um Captain America, Iron Man und Co. liefern. Im Kino flimmern ihre Geschichten jedoch mit teils deutlichen Abweichungen über die Leinwand. Vor allem in Fragen von Leben und Tod kommt es regelmäßig zu Unterschieden.

Heldentod? Nicht im MCU!

Das neueste Beispiel für solche Story-Veränderungen liefert der aktuelle Teil der MCU-Reihe Captain America: Civil War. Während in der gezeichneten Vorlage aus dem Jahr 2006/2007 letztendlich kein geringerer als Steve Rogers aka Captain America im „Bürgerkrieg“ der Superhelden sterben muss, bleiben in der filmischen Umsetzung alle Charaktere am leben. Nicht einmal die eigentlich kleineren Nebenhelden wie War Machine machen dabei eine Ausnahme.

Weitere Bilder aus Captain America: Civil War.

Schafft es Rhodey? Ja! Marvel und Disney lassen Iron Man’s Sidekick nicht sterben.

Handelt es sich beim MCU von Marvel und Disney daher eher um eine FSK12-Ausgabe des Comic-Universums? Nein, den man konnte auch im MCU bereits den ein oder anderen Todesfall verzeichnen – wenn gleich es sich dabei jedoch meist um Nebenfiguren handelte. Zwei Beispiele dafür: Bucky Barnes, welcher im ersten Abenteuer des Captain in den Tod zu stürzen scheint, und S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulsen, der scheinbar im ersten Avengers-Film von Loki ermordet wird. Todesfall ist in diesen beiden Fällen jedoch eher eine großzügige Beschreibung, kehren beide Charaktere schließlich im Verlauf der Geschichte zurück. Während Agent Coulsen so als Herzstück der Serie „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ zu sehen ist, wird Bucky zum Winter Soldier und steht seinerseits im Mittelpunkt des Civil War.

Hier gibt’s unsere trailerwatch-Kritik zu Captain America: Civil War

Problematik Multiversum

Aber was ist der Grund für diese veränderte Comic-Realität? Wie die Verantwortlichen bereits erklärten, handelt es sich beim MCU um ein eigenständiges Universum innerhalb des Marvel-Multiversums. Daher kann es dort auch zu klaren zeitlichen, inhaltlichen und personellen Unterschieden als in der Comic-Vorlage kommen.

Für alle, die nicht wissen was „Multiversum“ bedeutet, hier eine kleine Erklärung: Das Multiversum ist eine Sammlung von alternativen Universen. Diese einzelnen Universen und Erzählstränge unterscheiden sich dabei minimal oder gravierend voneinander. Innerhalb des Marvel-Multiversums gibt es so einige, die scheinbar in der Vergangenheit bzw. Zukunft spielen. Es sind auch kuriose Szenarien möglich: So gibt es in Marvels Multiversum auch eine von Zombies überflutete Welt – logischerweise inklusive zombifizierter Superhelden. Daher gilt: Auch der Großteil der Marvel Film- und Serienwelt, besser bekannt als Marvel Cinematic Universe, ist ein eigenständiger Teil dieses Multiversums.

Hier gibt’s unsere trailerwatch-Filmkritiken

Alles eine logische Entscheidung

Wenn man jedoch ehrlich ist, muss man die Handhabe relevante Charaktere nicht sterben zu lassen als logische Entscheidung der Verantwortlichen im Hintergrund bezeichnen. Schließlich gibt es für ein millionenschweres Film-Franchise kaum Szenarien, die unpopulärerer wären, als einen Teil der Hauptcharaktere sterben zu lassen. Und trotzdem: Gerade, wenn man einen unerwarteten Twist erzeugen will, wäre es sicherlich interessant zu sehen, wie das MCU agieren würde, wenn ein Held im Kampf stirbt.

(Bildquelle: © Marvel 2016 / Walt Disney)

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