Filme/Filmkritiken/News

Eddie The Eagle – Alles ist möglich: Der Traum vom Fliegen

ETE - 580 - 1

1988 verwirklichte der britische Skispringer Michael Edwards – besser bekannt als Eddie Edwards – seinen Traum von den Olympischen Spielen. Jetzt kommt seine Geschichte ins Kino.

So beginnt die einmalige Geschichte von Eddie „The Eagle“ Edwards – dem vielleicht durchgeknalltesten Skispringer aller Zeiten. Mit einer dicken Hornbrille, leichtem Übergewicht und seiner tollpatschigen Art und Weise ist Eddie alles anderes als eine Sportskanone. Trotzdem hat der Engländer einen Traum: Er will bei den Olympischen Spielen starten.

Eddie fliegt nach 30 Jahren erneut

In klassischer Hollywood-Manier erzählt Eddie The Eagle – Alles ist möglich von einem Verlierer, der trotz zahlreicher Widrigkeiten seinen Weg geht. Und doch gibt es einen Unterschied zu den üblichen Aufsteiger-Stories: Der Film beruht auf der wahren Geschichte des Skispringers Eddie Edwards. Dem Mann, der das Tat, was sich viele von uns niemals trauen würden: Er flog.

Knapp 30 Jahre nachdem der echte Eddie bei den Olympischen Spielen abhob, lässt ihn Regisseur Dexter Fletcher noch einmal fliegen. Jenen Typ, der trotz schwacher sportlicher Leistungen, zum Liebling von Fans und Medien wurde. Wie Co-Star Iris Berben, die im Film Eddies deutsche Zieh-Mutter spielt, im trailerwatch-Interview erklärte, liegt der Erfolg des etwas anderen Skispringers neben seiner unbeholfenen Art und Weise vor allem an seiner „Immer weiter“-Einstellung:

„Man wusste halt nicht: Ist der größenwahnsinnig, nur wahnsinnig oder vielleicht einfach nur eine Promo-Aktion? Man konnte einfach nicht damit umgehen. Schließlich hat man sich gedacht: Wie wunderbar. So ein Außenseiter, der seine eigene Geschichte hat. Man war fasziniert, dass jemand seit seiner Kindheit gegen alle Widrigkeiten und Überlegungen angekämpft hat. Man hat sich einfach verliebt, in diesen kleinen, merkwürdigen, rundlichen, kurzsichtigen Menschen.“ (Iris Berben)

Feel-Good-Movie mit 80er-Retro-Feeling

Im starbesetzten Cast mit Hugh Jackman, Christopher Walken und Iris Berben überzeugt vor allem Taron Egerton, der in Eddies Rolle schlüpft. Auf grandiose Art und Weise bringt er den talentfreien, aber liebenswürdigen Skispringer auf die Leinwand. Mit Brille und Schnauzer sieht er dem Original dabei zum verwechseln ähnlich. Dieses Retro-Feeling ist ganz nebenbei eine der großen Stärken des Film: Kleidung, Makeup, Musik – alles erinnert an die 80er Jahre.

Eddie The Eagle wird die Welt nicht verändern, aber es gelingt dem Film, den Zuschauer auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Ohne übertrieben einen Schenkelklopfer nach dem anderen zu provozieren, erlebt man ein 105 minütiges Feel-Good-Movie – und dazu eine der besten Sportkomödien der letzten Jahre.

Eddie The Eagle – Alles ist möglich startet am 31. März 2016 in den deutschen Kinos.

(Bildquelle: © 2016 Twentieth Century Fox)

It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
0Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on Reddit
Reddit
0Email this to someone
email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.