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Filmkritik: Jonathan

Lieben heißt loslassen - eine Erfahrung, die Jonathan erst machen muss. Quelle: © Farbfilm / Jeremy Rouse

Lieben heißt loslassen – eine Lektion, die Jonathan erst noch lernen muss.

Bei der diesjährigen Berlinale feierte ‚Jonathan‘ von Piotr J. Lewandowski seine Weltpremiere. Ab dem 06. Oktober ist das Drama über Liebe, Familiengeheimnisse und Tod in den deutschen Kinos zu sehen. Der Film in der trailerwatch-Filmkritik.

Gefangen im Zwiespalt von Pflichtgefühl und Selbstverwirklichung – so lässt sich die Situation des 23-jährigen Jonathan beschreiben. Anstatt die Welt zu entdecken, lebt er auf dem Bauernhof seiner Familie und kümmert sich mit seiner Tante Martha (Barbara Auer) um diesen. Der Grund ist sein schwerkranker Vater Burghardt (André M. Hennicke), welchen Jonathan, dargestellt von einem stark aufspielenden Jannis Niewöhner, mit überwältigender Fürsorglichkeit pflegt. Als er die Pflege des Vaters nicht mehr alleine schafft, soll ihm die junge Pflegerin Anka (Julia Koschitz) helfen

Ist die junge Liebe von Anka und Jonathan stark genug? Quelle: © Farbfilm / Jeremy Rouse

Ist die junge Liebe von Anka und Jonathan stark genug? Quelle: © Farbfilm / Jeremy Rouse

Es kommt, wie es komme muss: Zwischen Anka und Jonathan beginnt es zu knistern. Das junge Liebesglück wird jedoch durch das komplizierte Familienverhältnis auf die Probe gestellt. Geheimnisse um den Tod der Mutter Jonathans und ein seit Jahren bestehender Konflikt zwischen Burghardt und seiner Schwester Martha drängen sich immer weiter auf. Und plötzlich steht zudem Ron (Thomas Sarbacher) – der Ex-Freund von Martha und ein Jugendfreund von Burghardt – vor der Tür.

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Liebe als Tabuthema

Im idyllischen Schwarzwald-Tal treffen ein Setting aus Tradition, Enge und Kommunikationsarmut geballt mit der dramatischen Geschichte einer Familie, welche durch ihre Geheimnisse gespalten ist, aufeinander. Dabei wagt sich Autor und Regisseur Piotr Lewandowski an die Themen Liebe und Tod – pikant wird es vor allem, wenn die Liebe ein Tabu darstellt.

Burghardt und Ron verbindet mehr als nur eine Männerfreundschaft.

Burghardt und Ron verbindet mehr als eine Männerfreundschaft. Quelle: © Farbfilm / Jeremy Rouse

‚Jonathan‘ wirkt zwar zeitweise konstruiert und kommt auch nicht zu 100 Prozent ohne Kitsch und Pathos aus. Doch gelingt es vor allem durch Dialoge, die wunderschönen, wenn auch teils traurigen Bildern und Darsteller zu überzeugen. Jonathan ist kein leichter Film, sondern ein mutiges Projekt, welches ein zu Tränen rührendes Drama präsentiert. Es ist jedoch vor allem ein Film, der zum Nachdenken anregt.

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Hier seht Ihr den Trailer zu ‚Jonathan‘:

‚Jonathan‘ startet am 6. Oktober in den deutschen Kinos.
FSK: ab 12 Jahren freigegeben | Genre: Drama | Verleih: Farbfilm
Regie und Buch: Piotr J. Lewandowski | Darsteller: Jannis Niewöhner, André M. Hennicke, Julia Koschitz, Thomas Sarbacher, Barbara Auer

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